Auch wenn ich schon einige Umzüge hinter mich gebracht habe, so sollte sich dieser Umzug (Nummer 13, Teil 1) doch als etwas größere Herausforderung entpuppen.

Eigentlich war der Plan ganz simpel. Alle großen Möbel sollten eingelagert werden, Küche und Elektrogeräte sollten verkauft werden und dann sollte der Rest ganz gemütlich per Spedition in mein Elternhaus gebracht werden. So die Theorie, nun zur Praxis…

Meine erste Kontaktaufnahme zu möglichen Lagern erwies sich als ernüchternd – bei einer Einlagerung von ca. 2 Jahren konnte ich mich auf Kosten einstellen, die so hoch wären, dass ich meine Möbel auch gleich wieder neu kaufen könnte (wie man sich denken kann, handelt es sich vorwiegend um Möbel aus einem wohlbekannten schwedischen Möbelhaus).

Also was nun. Beim Gedanken alles bei meinen Eltern in den Keller zu bringen, traf ich auf sofortigen – nachvollziehbaren – Widerstand. Also musste Plan C her – großer Ausverkauf. Hier galt es nun zu überlegen, wie und vor allem wann sollte dies passieren. Ich entschied mich für Ebay Kleinanzeigen und wollte stolze 14 Artikel gleichzeitig verkaufen. Da ich solche Dinge wie Bett und Kühlschrank durchaus noch bis zum letzten Tag gebrauchen konnte, übte ich mich in einer mir ungewohnten Eigenschaft – Geduld. Eine Woche vor meinem geplanten Auszug hielt ich es jedoch nicht mehr aus und stellte meine Sachen an einem Sonntag Nachmittag ins Internet. Nun ging der Terror los. Ich hatte noch nicht einmal die letzte Annonce fertiggestellt, da kamen auch schon die ersten Interessensbekundungen. Großer Renner – eine IKEA Hemnes Kommode (29 von insgesamt 69 Nachrichten)!

Da der Verkauf ansonsten wie am Schnürchen lief, konnte ich mich so langsam meinem sonstigen Umzug widmen. Nachdem auch hier mich die Preisvorstellungen der Spediteure fast umgehauen hatten – bei halber Ladung und halber Strecke sollte ich genauso viel zahlen wie ein halbes Jahr vorher für meinen Umzug von Hannover nach Kleve – entschied ich mich kurzer Hand einen Transporter zu mieten. Diese Entscheidung fiel rund 48 Stunden vor meinem geplanten Auszug. Ich übte mich also gleich noch in einer weiteren ungewohnten Disziplin – Spontanität.

So kam es nun, dass ich am Sonntag den 20. August statt gemütlich in der Sonne zu sitzen mit einem VW Crafter durchs Land tuckerte – etwas, was ich eine Woche zuvor nicht für möglich gehalten hätte.

PS: Umzug 13, Teil 2 gestaltete sich dafür erfrischend unkompliziert.

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